Innovations Betrieb in Obertshausen


Innovationsbetrieb in Obertshausen:

Brand Metallverarbeitung präsentiert Speziallösungen und Familienübergang

Die Brand Metallverarbeitung GmbH in Obertshausen hat Besuch aus dem Rathaus empfangen. Bei einem Termin in den Samerwiesen informierten Firmeninhaber Wolfgang Brand sowie sein Team Bürgermeister Manuel Friedrich und Wirtschaftsförderer Stefan Becker über Arbeitsabläufe, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven des Betriebs.

Mechanische Präzision für individuelle Anforderungen

Das Unternehmen fertigt seit Jahrzehnten mechanische Bauteile und Baugruppen nach Kundenvorgaben. Die Werkstatt produziert Fräs- und Drehteile ebenso wie Komponenten für spezialisierte Anwendungen. Dazu gehören auch Bauteile für das Orbitalschweißverfahren, bei dem – so Brand – „der Roboter zum Schweißen um das Rohr herum“ fährt. In diesem Bereich zählt der Betrieb nach eigener Aussage zu den wenigen international führenden Anbietern.

Zu den Kunden gehören unter anderem Rohrleitungsbauer, Brauereien sowie Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Produziert werden sowohl Einzelstücke als auch Klein- und Mittelserien für nationale und internationale Abnehmer.

Generationswechsel im Familienunternehmen

Wolfgang Brand hat den Betrieb über viele Jahre aufgebaut und leitet ihn heute gemeinsam mit seinem Sohn Martin, der im Sommer 2025 als Mitgesellschafter eingestiegen ist. Der Seniorchef konzentriert sich inzwischen stärker auf Konstruktion und Planung. Unterstützt wird die Firma durch ein kleines Kernteam und weitere Aushilfskräfte.

Bürgermeister Friedrich würdigte beim Besuch die Rolle des Unternehmens in der lokalen Wirtschaft. „Der Besuch bei Brand Metallverarbeitung zeigt einmal mehr, wie viel innovative Kraft und handwerkliches Know-how in unserer Wirtschaft hier in Obertshausen steckt“, sagte er. Die Übergabe an die nächste Generation bezeichnete er als erfreuliche Entwicklung.

Technische Erfindung mit praktischem Nutzen

Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Produkt, das weit über die Region hinaus Anwendung findet: der von Wolfgang Brand entwickelte Kurbelarmverkürzer für Fahrräder. Ausgangspunkt war seine eigene gesundheitliche Einschränkung. „Wegen meiner Knieprobleme konnte ich vor etwa fünf Jahren nicht mehr Fahrradfahren“, sagte Brand. Die von ihm entwickelte Vorrichtung reduziert die notwendige Kniebeugung beim Pedalieren und kann individuell eingestellt werden. In Verbindung mit einem Pedalpendel soll sie Menschen mit verschiedenen Bewegungseinschränkungen das Radfahren erleichtern.

Der Kurbelarmverkürzer wird europaweit genutzt und kann sowohl im Onlineshop des Unternehmens als auch direkt vor Ort erworben werden.

Quelle: Klick